99 nachhaltige Maßnahmen zur schnellen Umsetzung im Unternehmen

Folgend haben wir Ihnen 99 sofort umsetzbare Maßnahmen für Ihr Unternehmen aufgelistet.

Unsere Bitte – Ihre Aufgabe: Suchen Sie sich 5 Aufgaben für Ihr Unternehmen / Ihren Arbeitsplatz und setzen Sie diese innerhalb 1 Woche um!

 

Steigerung der Materialeffizienz

1. Bestimmen Sie mit Hilfe der Eingangsrechnungen des letzten Jahres die fünf zentralen Materialien bzw. Vorprodukte (nach Kosten und Menge).

2. Identifizieren Sie die betrieblichen Hot-Spots. Das sind Bereiche, die den größten Verbrauchsanteil an diesen fünf Materialien ausmachen. Ordnen Sie anschließend die entsprechenden Kosten zu.

3. Auf Basis der Hot-Spots lassen sich nun innovative Einsparmaßnahmen planen. Diese können z.B. sein: genauere Mengenverwendung, Änderung der praktizierten Wartungs- und Reinigungsarbeiten, frühzeitige Fehlerüberprüfung/Erkennen von Produktionsstörungen etc.

4. Insbesondere wenn sich Einsparungen nur mit Neu- oder Ersatzinvestitionen realisieren lassen ist es wichtig, dass Sie alle Kostenvorteile genau erfassen und zuordnen. Oftmals liegt nämlich hier die Ursache dafür, dass sich solche Investitionen, mit der „alten Brille“ gesehen, nicht rechnen.

5. Wichtig ist der aktive Einbezug der Mitarbeiter. Sie sind die Experten vor Ort und können am besten Vorschläge zur Materialeinsparung machen und müssen diese schließlich umsetzen. Daher sind regelmäßige Schulung und Fortbildung der Mitarbeiter in diesen Bereichen notwendig.

Optimierung des Energieverbrauchs / Umweltschutz

6. Reduktion der Anwärm- und Anlaufzeiten durch Anpassung der Betriebszeiten der am Produktionsprozess beteiligten Maschinen.

7. Verwendung energieeffizienter Leuchten und Leuchtkörper.

8. Regelmäßige Überprüfung der Isolierung von Maschinenteilen und der Gebäudewände.

9. Haben Sie Lampen, die ständig leuchten? Untersuchen Sie, ob das sein muss und wenn ja, rüsten Sie diese energiesparend aus.

10. Ersetzen sie Lampen mit hoher Wattzahl durch solche mit geringerer Wattzahl.

11. Setzen Sie Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder ein.

12. Gibt es Maschinen, die Sie während der Pausen oder Besprechungen besser abstellen könnten?

13. Heizen Sie mit Gas oder Strom? Gibt es eine Möglichkeit, Anbieter zu wechseln oder auf andere Energieträger auszuweichen?

14. Wie sieht die Nutzung am Wochenende aus?

15. Ausgleich klimawirksamer Reise-Emissionen

16. Briefkasten für Umweltideen der Mitarbeiter

17. Ökologisches Fahrertraining

18. Investition eines Betriebsfahrrades

19. Schlagen Sie Ihren MitarbeiterInnen vor, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit Fahrgemeinschaften zur Arbeit zu kommen

20. Sie können viel Energie und Kosten sparen, indem die Raumtemperatur um wenige Grad gesenkt wird und die Heizungsanlagen regelmäßig gewartet werden.

21. Betreiben Sie ein Energiemanagementsystem, mit dem Sie Einsatz und Verbrauch von Energie transparent machen und strukturiert Prozesse zur Verbesserung der Energieeffizienz aufsetzen.

22. Schaffen Sie mit dem Energiemonitoring der wesentlichsten Verbrauchsstellen die Voraussetzungen für Energieeinsparung, energetische Optimierung der Prozesse und verursachungsgerechte Energiekostenzuordnung.

23. Überprüfen Sie durch Heizungsmonitoring die Funktionsfähigkeit Ihrer Heizungsanlage und optimieren Sie deren Einstellungen.

 

Senkung des Wasserverbrauchs

24. Messung des Wasserverbrauchs von Einzelprozessen (z.B. durch Installation von Wasserzählern in Bereichen mit hohem Wasserverbrauch) und Vergleich mit Alternativverfahren, um so die Basis für Vergleichsrechnungen zu erhalten.

25. Anpassung des Wasserverbrauchs an die unterschiedlichen Produktionsauslastungen.

26. Verwendung von Durchlaufbegrenzungsventilen, um den Wasserverbrauch zu minimieren (z.B. bei ungeplanten Stillstandzeiten).

27. Regelmäßige Wartung der Ausstattung – z.B. durch Überprüfung und Reparatur der Wasserleitungen und Wassertanks.

28. Kreislaufführung von Kühlwasser soweit wie möglich.

29. Nutzung von dem Produktionsprozess angemessenen Wasserqualitäten (z.B. Regen- oder Brauchwasser anstelle von Trinkwasser bei Reinigungsarbeiten).

30. Einbezug der Mitarbeiter und Motivation, Vorschläge zur Wassereinsparung zu machen.

 

Verzicht auf oder Verringerung von Gefahrstoffen

31. Ist der Prozessschritt, bei dem der Gefahrstoff zum Einsatz kommt, zwingend notwendig?

32. Gibt es alternative Verfahren und Prozesse, die mit weniger oder ganz ohne Gefahrstoffe auskommen?

33. Besteht die Möglichkeit, den/die Gefahrstoff/e im Kreislauf zu führen?

34. Welche Möglichkeiten gibt es, den verwendeten Gefahrstoff nicht mehr selbst zu beziehen, sondern die damit verbundene Leistung extern einzukaufen (z.B. Chemikalienleasing)?

 

Betriebliche Abläufe optimal gestalten

35. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, wie sie mit ihren Aufgaben zufrieden sind und was sich aus ihrer Sicht verbessern ließe (konstruktive Kritik).

36. Überprüfen Sie die Möglichkeiten, ein innerbetriebliches System wie das Vorschlagswesen zu institutionalisieren.

 

Verbesserung der innerbetrieblichen Transparenz / Kommunikation

37. Schaffung von regelmäßigen „Kommunikationsanlässen“ (z.B. Versammlungen/ Projektbesprechungen, auf denen Aktivitäten, Ergebnisse und Probleme diskutiert werden).

38. Gründung von neuen Kommunikationsmedien (z.B. „schwarzes Brett“, Belegschafts-Zeitschrift).

39. Öffnung/Erweiterung bestehender Kommunikationskanäle (z.B. durch eine spezielle Intranetplattform) und Dokumentation/Archivierung von Fortschritten/Erfolgen/ Fehlerquellen.

40. Erzählen Sie Ihrem Umfeld von Ihrem Engagement und werden Sie so zu einem Vorbild für andere

 

Verbesserung der Unternehmenskultur

41. Erweiterung des Zuständigkeitsbereichs/der Eigenverantwortung und Ermöglichung von Arbeitsplatzwechseln, um so das Interesse und die Motivation der Beschäftigten zu erhöhen.

42. Förderung der Identifikation der Mitarbeiter mit „ihrem“ Unternehmen durch Beteiligung an Neuerungsprozessen des Unternehmens (z.B. durch Workshops zu einzelnen  Themen/Problemen).

43. Ermittlung des Schulungsbedarfs/Weiterbildungsbedarfs der Beschäftigen durch die Mitarbeiter (diese wissen i.d.R. selbst am besten, in welchen Bereichen zusätzliche Fach- und Hintergrundinformationen benötigt werden) und Entwicklung eines entsprechenden „lebenslangen“ Lernkonzepts.

44. Entwicklung einer Mitarbeiterzeitung, auch als Online-Version (Intranet)

 

Nachhaltiger Einkauf

45. Berücksichtigen Ihre Zulieferer bei der Anschaffung der Materialien/Vorprodukte deren Umweltverträglichkeit (z.B. natürlich nachwachsende Rohstoffe oder Anteil an rezykliertem Material)?

46. Inwieweit können Ausschussmengen oder überschüssige Produkte an Ihren Lieferanten zur Weiterverarbeitung wieder zurückgegeben werden?

47. Können Sie Ausschussmengen oder überschüssige Produkte Ihres Abnehmers wieder in den eigenen Produktionsprozess zurückführen?

48. TransFair-Kaffee in der Kantine

49. Inwieweit berücksichtigt die heutige Produktpalette den Aspekt des Umweltverbrauchs in der Nutzungsphase, wie Langlebigkeit, Reparierbarkeit, Wiederverwendbarkeit etc.? Kann dies optimiert werden und welche Rückschlüsse lassen sich für neu zu entwickelnde Produkte ableiten?

50. Wie stellt sich der derzeitige Beschaffungs- und Absatzmarkt für die von Ihnen verwendeten Materialien hinsichtlich Recycling und Rücknahme von Produkten dar? Besteht die Chance, in dem Segment ein neues Geschäftsfeld aufzubauen?

 

Abfall und Verpackung reduzieren, Transportwege optimieren, umweltgerechte Produkte verwenden

51. Lassen sich Bereiche erkennen, wo doppelte Verpackungen oder Polstermaterialien nicht zwingend notwendig sind (z.B. keine Gefahr durch Beschädigung oder keine Kundenanforderung)?

52. Können Leichtverpackungen (reduziertes Transportgewicht) alternativ eingesetzt werden, ohne den Verpackungsaufwand damit gleichzeitig zu erhöhen?

53. Besteht die Möglichkeit, dass sich durch eine genauere Abstimmung über Pack-, Gebindegrößen und -formen etc. eine Mehrfachnutzung ergibt (z.B. die Wahl einer einheitlichen, multifunktionellen Verpackung)?

54. Besteht die Möglichkeit ein Mehrwegverpackungssystem zu nutzen/aufzubauen?

55. Für welche (Vor-)Produkte lassen sich Transportwege reduzieren, beispielsweise durch den Bezug von einem regionalen Hersteller oder gemeinsame Nutzung der Transportdienstleistung?

56. Bei welchen Produkten könnten alternative Verkehrsmittel genutzt werden? Wie würde sich ein Wechsel unter Umwelt- und Kostengesichtspunkten auswirken?

57. Inwieweit können Lehrfahrten reduziert werden oder ggf. von Ihren Zu-/Abnehmern und weiteren genutzt werden?

58. Welche Reinigungsprodukte nutzen Sie? Sind diese biologisch abbaubar?

59. Benutzen Sie Recyclingpapier?

60. Gibt es eine Vereinbarung zur Nutzung von Schmierpapier?

61. Benutzen Sie wieder befüllbare Tintenpatronen für Drucker?

62. Haben Sie die doppelseitige Druckfunktion eingestellt?

 

Nachhaltigkeit kommunizieren und Vernetzen

63. Beginnen Sie einen aktiven Dialog, tauschen Sie Erfahrungen und individuelle Lösungsansätze zur zukunftsfähigen Unternehmensentwicklung aus. Versuchen Sie Ihre eigene Position zu verbessern und eine gemeinsame Strategie zur Effizienz- und Qualitätssteigerung der angebotenen Produkte und Dienstleistung zu finden.

64. Definieren Sie Kommunikationsstrukturen und -medien, sowohl untereinander (z.B. E-Mail-Verteiler) als auch nach außen (z.B. gemeinsame Nutzung des Internets zu Werbezwecken).

65. Verstärken Sie die Zusammenarbeit, denken Sie in Netzstrukturen: Effizienz entlang der Wertschöpfungskette nutzt allen.

 

Betrieblicher Gesundheitsschutz / Ernährung / Sport

66. Betriebssportfest

67. Rückenschule

68. Betriebliche Gesundheitsprogramme

69. Ernährungsschulung

70. Nichtraucherschutz und Raucherentwöhnung

71. Fördern Sie die Gesundheit Ihrer MitarbeiterInnen, indem Sie Obst und Fruchtsäfte zur Verfügung stellen

 

Familienförderung

72. Betriebskindergarten

73. Vermittlung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten

74. Individuelle Kinderbetreuung für den Notfall

 

Soziales Engagement in der Region

75. Ferien-Sport-Programm für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

76. Aktionstag gegen Rechtsextremismus

77. Teilnahme am Girl's Day

78. Ferien-Sport-Programm für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

 

Integration Behinderter

79. Unterstützung Berufsbildungswerk zur Förderung junger Menschen mit Behinderung

80. Engagement am Programm UB (Unterstützte Beschäftigung) zu betrieblichen Qualifizierung von Jugendlichen mit Handicap

81. Zusammenarbeit mit einer Behindertenwerkstatt

 

Jugendförderung

82. Engagement in der benachbarten Schule

83. Schnupper- und Praxistage für Schüler

84. Betriebliche Praktika

85. Projektauftrag an eine "Schülerfirma"

 

Biodiversität

86. Versiegelung von Flächen vermeiden bzw. Entsiegeln

87. Verwendung einheimischer Pflanzenarten auf Grünflächen

88. Herstellung einer Vielzahl von Lebensräumen (Hecken, Bäume, Grünstreifen, Teichen)

89. Begrünung von Dächern und Fassaden

90. Anbieten von Nisthilfen (Niststeine, Nistkästen, Insektenhotels, Steinhaufen, Hecken, Sträucher)

91. Extensive Pflege von Grünflächen (z.B. durch seltenes Mähen oder Verzicht auf Mähen) – damit Schaffung von Schmetterlingswiesen

92. Verzicht auf chemische Bekämpfung von Kräutern (z.B. auf Gehwegen und Parkplatzflächen)

93. Vermeidung von Vogelschlag an Glasflächen (z.B. durch Anbringen von Aufklebern)

94. Aufstellen von Insektenhäusern

95. Ökologische Schulungsprogramme und Informationsveranstaltungen

96. Unterstützung des Streuobstwiesenschutzes

97. Naturschutzpraktikum für Auszubildende

98. Firmeninterner Wochenendausflug zu einem intakten Biotop und zu einem Altlastenstandort

99. Grünes Dach

 

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