Willkommen bei INUR.

Dem Institut für nachhaltige Unternehmensführung und Ressourcenplanung.

INUR ist ein gemeinnütziger Verein, der die Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft, Gemeinwesen und Politik vereint.

INUR ist eine Informationsplattform, ein Ideengeber und ein beratendes Gremium.

 

Schwerpunkte unserer Agenda 2014

 

Unsere Zielgruppe sind klein- und mittelständische Unternehmen und Kommunen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind und diese auch in ihr unternehmerisches Handeln integrieren wollen.

 

99 sofort umsetzbare Maßnahmen für Ihr Unternehmen

 

INUR steht für die Entwicklung von CSR-Konzepten, die zur unternehmerischen Aktivität passen und sich ökonomisch und ideell in den Alltag des Betriebes einfügen lassen.

Basis dafür ist nach unserer Auffassung das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg.

 

INUR-Thesen: Nachhaltigkeit und CSR im gesellschaftlichen Kontext]

"Nähere Erläuterung"

Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung äußert sich im konkreten Beitrag, den jedes Unternehmen dazu leistet, ein nachhaltiges Kerngeschäft auf Basis ökologischer Verträglichkeit und sozialer Gerechtigkeit zu schaffen. Unser gemeinnütziger und ausschließlich ehrenamtlich tätiger Verein möchte das Bewusstsein für ein solches Engagement auf unterschiedliche Weise fördern.

Im Folgenden stellen wir unsere Positionen für Nachhaltigkeit und CSR im gesellschaftlichen Kontext vor.

1.

Wir stehen global wie national vor riesigen zukünftigen Herausforderungen, z. B. bei den Themen:

  • Energiewende, Rohstoffversorgung und -sicherheit
  • Eindämmung Umweltverschmutzung und Müllvermeidung
  • Klimawandel, CO2-Belastung
  • Bewältigung des demografischen Wandels inklusive Bevölkerungswachstum und
    Völkerwandungen
  • Sicherung der Ernährung / Landwirtschaft
  • Innovation der Mobilitätskonzepte
  • Entwicklung von Megastädten/Megaregionen
  • Systemische Zukunftsfragen unserer Gesellschaft
  • Biodiversität und Artenschutz
  • Nutzen des Finanzsystems, Staatsschulden

2.

Angesichts dieser Herausforderungen ist ein Umdenken und ein verändertes Handeln
zwingend notwendig, um die Grundlagen unseres Lebens und Zusammenlebens zu sichern. Dies gilt für den privaten Bereich wie für Unternehmen, Organisationen und die
Politik.

3.

Eine Forsa-Umfrage belegt: Mehr als jeder dritte Deutsche hat keine konkrete Vorstellung, was der Begriff Nachhaltigkeit bedeutet.

Viele Menschen bringen den Begriff Nachhaltigkeit nur mit ökologischen Themen in Verbindung. Dies wird auch in der politischen Diskussion und in der medialen Öffentlichkeit oft so kommuniziert (z. B. „Nachhaltigkeitspreis = Umweltpreis“). Vielfach wird auch das Konzept ´CSR´ falsch mit „soziale Verantwortung“ übersetzt und nicht richtigerweise mit „gesellschaftliche Verantwortung“.

4.

Sinn und Zweck von Unternehmen und Wirtschaft werden heute vielfach auf den Kopf gestellt. Nicht der Maximalprofit mit dem Zugeständnis einiger nachhaltiger Teilaspekte (Effizienzsteigerung, Umweltschutzmaßnahmen, soziale Projekte) darf der Maßstab unseres Handelns sein, sondern Unternehmen haben der Gesellschaft mit ihren nützlichen, werthaltigen, bezahlbaren, umweltverträglichen und innovativen Produkten und Leistungen zu dienen – und sollen und müssen damit Gewinne erzielen dürfen. Das heißt: Die Nachhaltigkeit des Kerngeschäfts ist das entscheidende Kriterium für die Legitimität wirtschaftlichen Handelns. Dieser Ansatz integriert auch die sozialen und ökologischen Komponenten.

5.

Aus unserer Sicht ist nachhaltiges Unternehmertum deshalb nicht die zusätzliche Einbindung nachhaltiger Maßnahmen und Projekte in den unternehmerischen Kernprozess, sondern die nachhaltige Gestaltung dieses Prozesses selbst.

6.

Damit erübrigt sich die Frage nach den Kosten oder gar dem ökonomischen Nutzen nachhaltigen Wirtschaftens, da eine unternehmerische Nachhaltigkeitsstrategie per se die Basis unserer zukünftigen Existenz darstellt. Ganz drastisch ausgedrückt: Wer nicht nachhaltig agiert ist, verliert langfristig seine unternehmerische Legitimation.

7.

Das Vorausdenken an zukünftige Generationen und die daraus folgende bestandserhaltende Wirtschaftsweise sind entscheidende Grundprinzipien. Dabei gilt es vor allem die Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Handelspartner in und um das Unternehmen in diese Prinzipien mit einzubinden.

8.

Nachhaltige Unternehmensführung ist nach unserer Überzeugung in erster Linie eine Geisteshaltung, präziser ein Werteansatz, der nicht durch Gesetze oder Normen erzwungen werden kann. INUR appelliert an Freiwilligkeit und Vernunft.

9.

Nachhaltige Unternehmensführung ist stets ein Dialog zwischen der Unternehmensführung und den Mitarbeitern sowie anderen Bezugsgruppen. Dieser Dialog muss von der Unternehmensleitung gewollt, gelebt und vorangetrieben werden.

10.

CSR ist in das Managementkonzept als ganzheitliche gesellschaftliche Verantwortung zu integrieren. CSR muss sich in allen unternehmenseigenen Prozessen und Abläufen wiederfinden. Nachhaltiges Agieren und gesellschaftliches Engagement sind strategische Kernkomponenten.

11.

Eine professionelle Planung und schriftliche Strategie, eine Mission und Vision und ein Unternehmensleitbild helfen bei der Umsetzung und Kommunikation mit den wichtigsten Stakeholdern.

12.

Von den Unternehmen ist ein aktiver und fortlaufender Stakeholder-Dialog zu führen, der die Unternehmensausrichtung ständig kontrollieren lässt.

13.

Nachhaltige Unternehmen sind nachgewiesenermaßen wirtschaftlich erfolgreicher, krisenfester und als Arbeitgeber attraktiver.

14.

Veränderungen sind etappenweise Schritt für Schritt mit erreichbaren Zielen zu planen, damit sowohl Unternehmer wie auch Mitarbeiter Erfolgserlebnisse feiern können.

15. Marketing darf nur ein Partner in diesem Prozess sein, aber niemals die dominierende Instanz.

 

Mit unseren Möglichkeiten insbesondere in der mitteldeutschen Region wollen wir mithelfen, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zukunftsfähig UM-ZUGESTALTEN.

Wir setzen auf Praxisrelevanz, Wissensvermittlung, wissenschaftliche Forschung, Beratung, Kommunikation und Vernetzung.

 

Folgende positive Effekte lassen sich beispielsweise mittelfristig durch CSR erzielen&quot

"Nähere Erläuterung"

  • Gewinnung neuer Mitarbeiter und Lehrlinge (zunehmender Wettbewerb um Arbeitskräfte)
  • erhöhte Loyalität und Motivation der Belegschaft und damit höhere Einsatz- und Lernbereitschaft sowie geringere Fluktuation und Abwesenheitszeiten
  • höhere Kreativität der MitarbeiterInnen
  • Verbesserte Wahrnehmung durch die Kunden und höhere Kundenbindung
  • Gewinnung neuer Kunden, Kundengruppen und Marktanteile
  • Kosteneinsparungen und Produktivitätsgewinne durch den effizienten Einsatz betrieblicher Ressourcen und Realisierung von Innovationen durch umweltschonendere Produktionsprozesse
  • verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen oder gemeinnützigen Einrichtungen
  • verstärkte Zusammenarbeit mit den Stakeholdern, was den Unternehmenswert erhöht und kurz- bis mittelfristig zu einer verbesserten Marktposition führt
  • Stärkung der Markt- und Netzwerkbeziehungen
  • Sicherung von Lieferbeziehungen (zunehmende Tendenz der CSR-Verpflichtungen von Großunternehmen und Konzernen an deren Lieferanten)
  • Gewinnung neuer Lieferanten, die mehr Wert auf nachhaltiges Agieren legen
  • Mittelfristig: Vorteile im öffentlichen Beschaffungswesen (Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien)
  • Letztlich: Kosteneinsparungen sowie Umsatzsteigerungen hervorgerufen durch die vorab angeführten Faktoren

 

Beispiele von CSR-Maßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern

"Nähere Erläuterung"

1. Markt

  • Steigerung von Produktqualität und Verbrauchersicherheit
  • Umweltbewusste Gestaltung der Produkte im Sinne des Ressourcenverbrauchs (gesamter Lebenszyklus der Produkte/Leistungen). Dies schließt die Verpackung und den Transportweg mit ein.
  • Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen
  • Bereitstellung zusätzlicher, freiwilliger Serviceleistungen
  • faire Preisgestaltung, die nicht auf einen reinen Verdrängungswettbewerb allein ausgerichtet sein darf
  • Substitution von Materialen durch alternative, nachhaltigere und gesündere Einsatzstoffe
  • Kooperation mit lokalen Unternehmen und Organisationen

2. Mitarbeiter

  • Gesundheitsvorsorge, Gesundheitsschutz, Betriebssicherheit
  • Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit, Familienförderung
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Chancengleichheit und persönliche Vielfalt
  • Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung für alle Mitarbeiter, unabhängig von Geschlecht, Alter und Herkunft und Religion
  • Unterstützung in der Karriereplanung und Entwicklung aller MitarbeiterInnen, inkl. Coaching und Mentoring
  • Verbesserung der Kommunikationspolitik und Einbeziehung der Mitarbeiter in Unternehmensentscheidungen
  • faire Entlohnung und Lohnzusatzleistungen, Gleichzahlung unabhängig von Geschlecht, Alter und Herkunft und Religion
  • gesunde Ernährung

3. Umwelt

  • Verwendung und Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Energien
  • Vermeidung und Reduzierung von Abfällen und Emissionen
  • Einsatz von Recyclingprodukten
  • Umweltschonende Logistik
  • Energie- und Wassereinsparung
  • Sensibilisierung der Mitarbeiter
  • Förderung der Biodiversität (ökologische Vielfalt)

4. Gesellschaft

  • regionaler Einkauf von Material, Rohstoffen und Leistungen
  • Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen, Angebote von Praktika
  • Unterstützung von gesellschaftlichen Aktivitäten
  • soziale Integration von am Arbeitsmarkt benachteiligten Gruppen
  • eigene Mitarbeit oder Freistellung von Arbeitnehmern zur Beteiligung an nachhaltigen Projekten